Ein Gastbeitrag von Jürgen Paurat, Vice President 1&1 Versatel

Der Glasfaseranschluss ist heute ein zentraler Werttreiber für zukunftssichere Immobilien. In Bestandsgebäuden stehen Eigentümer und Hausverwaltungen jedoch häufig vor einer Hürde: Die durchgängige Inhouse-Verkabelung bis in jede Einheit ist technisch komplex, baulich nur eingeschränkt möglich oder mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden. Was also tun, wenn der direkte Glasfaserzugang bis in die letzte Etage kurzfristig nicht realisierbar ist?

Praktikabler Ansatz: Medienkonverter auf bestehender Infrastruktur

Eine praxiserprobte Lösung ist der Einsatz von Medienkonvertern, die das optische Glasfasersignal in ein elektrisches Signal umwandeln. So lässt sich die vorhandene hausinterne Infrastruktur – etwa Kupfer- oder Koaxleitungen – weiter nutzen, während die Glasfaser bis ins Gebäude (FTTB) geführt wird. Der Eingriff in die Gebäudestruktur bleibt minimal, die Betriebsaufnahme erfolgt in der Regel deutlich schneller.

Wo Medienkonverter besonders sinnvoll sind

Denkmalschutzobjekte: Bauliche Eingriffe sind nur eingeschränkt zulässig – die bestehende Leitungsführung kann weiterverwendet werden.

Größere Wohnanlagen: Eine Neuverkabelung aller Steigstränge wäre kosten- und zeitintensiv; Medienkonverter beschleunigen die Erschließung.

Gewerbeimmobilien: Vorhandene, strukturierte Kupferverkabelung (z. B. Cat-Verkabelung) kann für die Verteilung leistungsfähiger Dienste genutzt werden.

Mehrwert für Eigentümer und Nutzer

Der Nutzen ist doppelt: Eigentümer erhöhen die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit ihrer Immobilie, ohne umfassende Bauarbeiten zu initiieren. Bewohner und Mieter profitieren von hohen Bandbreiten – bereitgestellt über die vorhandene Hausverkabelung. Das Ergebnis sind kürzere Projektlaufzeiten, geringere Beeinträchtigungen und ein schnellerer Weg zur performanten Internetversorgung.